Die linke Stimme in Ebikon.


  • Horrorvision: Autobahn durch Ebikon?

    Ende Juni hat der Gemeinderat Ebikon das vom Kanton vorgelegte Vorprojekt für die Gestaltung der Ortsdurchfahrt als nicht zu unterstützen beantwortet. Dem schliessen wir uns an, wie vermutlich die meisten Ortsparteien.

    Im Jahr 2015 fanden Gespräche des Gemeinderates mit dem zuständigen Regierungsrat Robert Küng statt, die zuversichtlich stimmten. Daher ist die Enttäuschung über die nun vorgelegte Vorstudie gross: Keine der durch die Gemeinde formulierten Wünsche, Anregungen und Ideen sind in die Planung des Vorprojekts eingeflossen.

    Die behördenverbindlichen Vorgaben des kantonalen Richtplanes Luzern, hier speziell M3-3 Gestaltung von Ortsdurchfahrten bei Kantonsstrassen, wurden in keiner Art und Weise umgesetzt.

    Einige wesentliche Punkte herausgegriffen:

    Es ist nicht nachvollziehbar, warum auf der Kantonsstrasse K 17 im Stadtgebiet nur je ein Fahrstreifen in jede Richtung und von der Stadtgrenze bis zum Knoten Schlösslistrasse je eine Fahrspur in jede Richtung mit einem zusätzlichen Mehrzweckstreifen für die Bewältigung des Verkehrs ausreichend sein soll, im Bereich zwischen dem Knoten Schlösslistrasse bis Knoten Weichle jedoch zum Teil drei bis vier Spuren pro Richtung erstellt werden müssen.

    Im technischen Bericht wird von einer Projektierungsgeschwindigkeit von 50 km/h ausgegangen, eine Variante mit 30 km/h wird nicht aufgezeigt.

    Die Verkehrskapazität soll massiv gesteigert werden um ca 61 % von heute 17200 Fahrzeugen auf 27700 Fahrzeugen (ohne Projekt Bypass) oder auf 25600 Fahrzeuge (mit Projekt Bypass). Trotzdem handle es sich beim Strassenprojekt im lärmtechnischen Sinne um eine „unwesentliche Änderung einer bestehenden Anlage“, sodass keine weiteren lärmtechnischen oder lärmrechtlichen Massnahmen zu treffen seien.

    Weggelassen wurde das Thema Luftreinhaltung.

    Falls der Kanton die Einwände der Gemeinde nicht ernst nimmt, müssten wir gemeinsam aktiv werden!